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Obst aufsammeln: Für viele Spezialitäten ist bis heute Arbeit in bückender Haltung gefragt

Einheimischer Süssmost und hiesige Edelbrände beinhalten oftmals Früchte, die eine kleine, senkrechte «Flugreise» hinter sich haben. Das heisst viel davon wird als Fallobst geerntet. Denn speziell bei den riesigen Hochstammbirnbäumen wäre eine Ernte der kleinen Früchte mit der Leiter zu riskant und zu aufwändig. Das «Auflesen» bzw. Aufsammeln der Kernfrüchte stellt zudem sicher, dass die Äpfel und Birnen vor dem Fall voll ausreifen konnten. Das stundenlage Bücken fürs Aufsammeln der nach und nach herunterfallenden Gelbmöstler (eine «Tropfbirne») wird letztendlich aber durch besten «Träsch» belohnt. Heute werden diese kugeligen Früchte auch von der Schweizer Brennindustrie wieder geschätzt.

In der Rottaler Kulturlandschaft sind die Erntezeitpunkte von Theilersbirne, Gelbmöstler, Schweizer Wasserbirne, Ottenbacher Schellerbirnen und Knollbirne von August bis November so gestaffelt, dass sie von den Landwirten rund um die anderen Arbeiten wie Emden, Kartoffeln oder Rübenernten erledigt werden können. Zwischen den Reifezeitpunkten der frühen und dann späteren Birnensorten verursachen Apfelsorten wie Boskoop und Sauergrauech viel Arbeit, während die Bohnäpfel in der Regel Anfang November das Erntejahr abschliessen. Abgehakt wird dadurch auch eine lange Reihe anstrengenden Bückens. Halfen früher oftmals viele Kinder bei der Obsternte, sind es heute zum Teil Erntemaschinen. Durch vermehrten Absatz kann hoffentlich vermehrt in diese Erntehilfen und in fahrbare Leitern investiert werden.

Rottaler Genussfenster

Rottaler Genussfenster, Jurastrasse 41, 4901 Langenthal,
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