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Bohnendörren im Fäilimoos bei Melchnau

Da Dörrbohnen jede Berner Platte begleiten, sind sie auf den ersten Blick etwas ganz Normales. Doch es scheint, dass das aufwändige Dörren von grünen Bohnen eine Eigenheit der oftmals nasskalten Deutschschweiz ist. Anderswo werden vielmehr die ausgereiften Bohnenkerne gegessen. Von Bern bis St. Gallen wurden früher die ganzen Bohnen aufgefädelt und z.B. über dem Ofen aufgehängt. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor das Verfahren an Bedeutung und seit einiger Zeit können sogar chinesische Dörrbohnen gekauft werden, allerdings in anderer Qualität.

Heute kommen z.B. in Melchnau, Obersteckholz oder Pfaffnau für die Aufbereitung dieser wertvollen Proteinquelle Trocknungsapparate auf der Basis von Luftentfeuchtung zum Einsatz. Geschützt von der starken UV-Strahlung im Freien, welche die Bohnen sehr dunkel färben würde, entsteht mit wenig Energieaufwand ein wertvolles Erzeugnis. Die Bilder zeigen die Familie Duppenthaler aus Melchnau, bei welcher sich 2017 nicht weniger als vier Generationen (!) am anspruchsvollen Bohnendörren betätigten.

Die Dauer des Dörrprozesses hängt allgemein von der Grösse der zuvor geernteten Bohnen ab. Dabei kann es sich um Stangenbohnen oder «Schnögger» (Buschbohnen) handeln. Je kleiner die Bohnen sind, desto schneller trocknen sie aus. Von einem Kilo Bohnen bleiben nach dem Dörrprozess etwa 100 Gramm übrig, sie verlieren also etwa das Zehnfache an Gewicht, wobei Wasser den Hauptanteil ausmacht.

Rottaler Genussfenster

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